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Der Holiday Extras-Blog bei TRAVELBOOK BlogStars

Gepäckverlust: Was mit verlorenen Koffern geschieht

Wir hoffen, Ihr wart noch nie in dieser Lage: Ihr landet am Flughafen und Euer Koffer rollt nicht vom Gepäckband. Das ist gerade vor dem Urlaub besonders ärgerlich. Was tun, wenn das Gepäck doch mal verloren geht? Welche Rechte habt Ihr bei Gepäckverlust und wie oft kommt das überhaupt vor? Was passiert mit verlorenem Gepäck, das nicht wieder bei seinem Besitzer landet? Genau solche Fragen beantworten wir in unserem Beitrag.

Gepaeckverlust oder Koffer verloren

Fakten zum Gepäckverlust

Nehmen wir erst einmal statistische Zahlen zu Gepäckverlusten vorweg. Der IT-Spezialist für Daten aus der Luftfahrtbranche SITA gibt jährlich einen Baggage Report heraus. Aus dem aktuellen Bericht vom April 2016 halten wir folgende Teilergebnisse fest:

  • 2015 kamen auf 1.000 Passagiere sechseinhalb Gepäckstücke abhanden.
  • Der Verlust kostet die Fluggesellschaften jährlich zwei Milliarden €.
  • 2015 sank die Rate verlorener Gepäckstücke gegenüber 2003 um die Hälfte, gegenüber dem Vorjahr um 10,5%.
  • 99,3% des Gepäcks kamen korrekt an, während 26 Mio. Gepäckstücke als vermisst gemeldet wurden.
  • ca. 95% der Koffer tauchen bis fünf Tage nach Verlustanzeige wieder auf.

Laut Statistik erreichte die Verlustrate 2015 also ein Rekordtief. Das macht Mut. Allerdings bleibt rein statistisch gesehen pro Flug mit durchschnittlich 200 Passagieren immer noch das Gepäck von ein bis zwei Personen im Nirwana hängen. Das Risiko steigt mit Umsteigeflügen, zur Hauptsaison, bei Schlechtwetter oder natürlich bei Streiks. Die Airlines haben Nachholbedarf.

Insgesamt beruhigen die Zahlen. Aber was nützt Euch die schönste Statistik, wenn Ihr selbst betroffen seid? Wie Ihr bei verlorenem Gepäck vorgeht und welche Rechte Euch zustehen oder auch nicht, erfahrt Ihr von uns.

Ansprüche und Vorgehen bei Gepäckverlust

Rechtlich sind im Montrealer Übereinkommen (MÜ) Haftungsfragen, unter anderem bei verlorenem oder beschädigtem Gepäck, geregelt. Danach steht Euch als Schadensersatz ein Betrag von ca. 1.270 € pro aufgegebenem Gepäckstück zu. Interessant auch, dass Entschädigungen pro Person zu entrichten sind. Das kommt zum Tragen, wenn Ihr Euch etwa einen Koffer mit Partner oder Familienmitgliedern geteilt habt. Die Fluggesellschaft ist ab Check-In für Euer Gepäck verantwortlich und das während der gesamten Dauer der Beförderung. Das gilt nicht in gleichem Maße für das Handgepäck. Hier ist die Gesellschaft an Bord zwar verantwortlich, jedoch sind Schäden in der Praxis schwer nachweisbar.

Koffer verloren am Flughafen

Unterschiede ergeben sich zwischen Pauschal- und Individualreisenden

Sobald Euer Gepäck fehlt oder Ihr einen Schaden bemerkt: Wendet Euch an den Reiseveranstalter oder an die Fluggesellschaft. Geht am Flughafen am besten gleich zum Gepäckschalter und erklärt Euren Gepäckverlust schriftlich. Den Schalter findet Ihr in der Ankunftshalle meistens auch unter der Bezeichnung "Lost and Found". Das Personal fragt erst nach dem Ticket. Darauf sollte sich ein Aufkleber mit der Gepäcknummer befinden. Beschreibt das verlorene Gepäckstück möglichst detailliert.

TIPP: Macht zu Hause ein Foto von Eurem Koffer und markiert ihn mit einem auffälligen Gegenstand (Klebeband, Anhänger etc.).

Darüber hinaus hinterlasst Ihr Adresse, Telefonnummer und gegebenenfalls Kofferschlüssel oder Zahlenkombination des Nummernschlosses wegen der Zollabfertigung. Zur Nachverfolgung erhaltet Ihr eine Referenznummer. Eure Daten werden in ein internationales Gepäcksuchsystem eingespeist.

Damit Ihr überhaupt entschädigt werdet, müsst Ihr eine Liste verlorener Gegenstände führen und evtl. durch Belege nachweisen. Dabei hilft Euch Eure Packliste.

Da Ihr Euch erst einmal schnell ersatzweise einkleiden müsst, könnt Ihr auf Kosten der Fluggesellschaft shoppen gehen. Maximal um die 1.200 € sind drin. Hebt Euch die Rechnungen gut auf. Schließlich müsst Ihr vorweisen, dass Ihr Euch mit dem Nötigsten eingedeckt habt.

Kofferversteigerung als letztes Mittel

Was passiert eigentlich mit Koffern, die Reisende unterwegs vergessen oder die ihren Weg zum Besitzer durch verschulden der Airline dauerhaft nicht mehr zurückfinden? Nach einer Aufbewahrungsfrist von ca. zweieinhalb Monaten kommt herrenloses Gepäck unter den Hammer. Dann geben die Flughäfen die Koffer zur Auktion frei. Interessenten können dabei Koffer mit bis zum Schluss unbekanntem Inhalt ersteigern. Am Flughafen München zum Beispiel habt Ihr mehrmals im Jahr Gelegenheit an einer Kofferversteigerung teilzunehmen oder Euch zumindest mal den Ablauf anzusehen. Die Ausbeute reicht von sehr gut bis sehr schlecht.

Wir jedenfalls wünschen Euch,
dass Euch Euer Gepäck bis zum Schluss Eurer Reise begleitet.


Ein Artikel von Aleksandar Pakusevski. Münchner Online Redakteur mit großem Interesse an politischen Zusammenhängen.
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