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Medical-Travel: Für die Gesundheit reisen

Inspiration für deine Abenteuer...

© Thinkstock

Medical-Travel: Für die Gesundheit reisen

Zu hohe Behandlungskosten, ein kriselndes Gesundheitssystem, endlose Wartezeiten in Arztpraxen. All das gehört mittlerweile zur Realität in der deutschen Gesundheitsversorgung. Aber es gibt einen Ausweg! Der neuste Trend heißt "Medizintourismus". Man kann sogar bis zu 50 Prozent der Behandlungskosten sparen.

Für eine Zahn-OP nach Tschechien zu reisen ist keine Besonderheit mehr und in Deutschland seit Jahren ein Insider, der jetzt endgültig zum Trend geworden ist. Viele Menschen, denen die Behandlungskosten in Deutschland zu teuer geworden sind, lassen sich lieber im Ausland medizinisch versorgen. In Ländern wie Lettland, Slowenien, Zypern, Tschechien oder Ungarn wurden in den letzten Jahren knapp 500 Millionen Euro in den Medizintourismus investiert, denn das Geschäft mit der Gesundheit boomt. Traditionelle Spa- und Wellness-Reiseorte wurden zu preisgünstigen und qualitativ hochwertigen Gesundheitszentren umgestaltet, die zum Teil durch großzügige EU-Mittel finanziert werden.



Vielfältiges Angebot

Es wird geschätzt, dass jährlich etwa sieben Millionen Menschen aus den großen europäischen Industriestaaten für medizinische Behandlungen in mittel- und osteuropäische Länder reisen. Und die Zahl wächst stetig! Denn die medizinischen Angebote im Ausland decken nahezu jede Behandlung ab — von Zahn-, Kosmetik- und Augenbehandlungen bis zu orthopädischen Eingriffen. Die Popularität des Medizintourismus ist vor allem durch die beachtlichen Einsparmöglichkeiten gestiegen. Es gibt kaum einen Bereich, in dem die Preise für benötigte Eingriffe in Mittel- und Osteuropa nicht deutlich niedriger wären als in Deutschland, Großbritannien oder Frankreich.


Behandlungskosten sparen

Besonders starke Vergünstigungen erhält man bei plastisch-chirurgischen Eingriffen oder in der Zahnheilkunde. So kostet ein Zahnimplantat in Polen oder Ungarn etwa 700 bis 1000 Euro. Zum Vergleich: der Durchschnittspreis in Deutschland liegt bei 2000 Euro. Nach einer Umfrage der Techniker Krankenkasse zu medizinischen Behandlungen im Ausland, sind für Patienten vor allem drei Dinge von Bedeutung: ganz oben steht die qualitativ hochwertige Behandlung, die von vielen als gleichwertig zur Behandlung in Deutschland eingestuft wird, als zweites die Möglichkeit, eine Therapie mit einem kurzen Erholungsurlaub zu verbinden und drittens, die attraktiven Einsparmöglichkeiten.


Haartransplantation im Ausland

Kaum jemand bleibt vom Haarausfall verschont. Vor allem Männer nicht! Zwei Drittel leiden unter genetisch bedingtem Haarausfall, ein Drittel bekommt mit steigendem Alter kahle Stellen. Doch damit muss man sich nicht mehr zufrieden geben und sein Schicksal einfach akzeptieren oder durch Toupets und Perücken verstecken. Eine Haartransplantation bietet sich als geschickte Lösung an. Durch die Verpflanzung von Haarwurzeln, wird für einen dauerhaften und natürlichen Haarwuchs auf kahlen und lichten Stellen gesorgt. Viele Kliniken in Polen, der Türkei oder in Ungarn bieten dem Patienten einen gesamten Erholungsurlaub inklusive Hotelübernachtung, Städtetrip und anschließende Haartransplantation zu günstigen Preisen an. So kostet eine leichte Geheimratsecken-Abdeckung in der Türkei im Durschnitt 1800 Euro, in Deutschland ist man mindestens 2500 Euro los.

Brustvergrößerung zum Sparpreis

Das wichtigste bei Schönheitsoperationen ist das Vertrauen zum Arzt. Gleich danach kommt der Preis, und dieser ist im Ausland sogar um die Hälfte niedriger als in Deutschland. So bezahlt man bei uns für eine Brustvergrößerung 5000 bis 6000 Euro, in Ungarn etwa 2000 bis 3000 Euro. Verschiedene Agenturen vermitteln organisierte Beauty-OP-Reisen nach Osteuropa oder in die Türkei. In tschechischen Schönheitskliniken kann man sogar bis zu 70 Prozent sparen. Allerdgins sollte man sich vorher sorgfältig informieren. Ein Tipp: Unbedingt mehrere Erfahrungsberichte durchlesen, bevor man eine Brustvergrößerung bei einem fremden Arzt bucht. Was aber noch wichtiger ist, man sollte schauen, welche Qualifikationen der Arzt vorzuweisen hat. Zudem sollte man um ein persönliches oder telefonisches Vorgespräch bitten, um vorab über individuelle Vorstellungen, Möglichkeiten und Kosten zu sprechen.


Risiken beim Augenlasern im Ausland

Sehprobleme im Ausland lösen gehört mittlerweile zu den Top-Drei der Medical-Travels. Kein Wunder, denn wer keine Lust auf die nervige Brille hat und sich per Lasertechnik die Sehschwäre korrigieren möchte, der kommt im Ausland preislich viel besser davon als in der Heimat. Pro Auge kostet der Eingriff in Deutschland etwa 1200 Euro, in der Türkei zum Beispiel nur 800 Euro. Aber Vorsicht, das wichtigste bei einem Lasereingriff ist die Vor- und Nachbehandlung, die im Ausland nicht immer möglich ist. Das ist mit einem hohen Risiko verbunden, denn in Deutschland wird die Nachuntersuchung üblicherweise einen Tag, eine Woche und einen Monat nach dem Eingriff kostenlos angeboten. Bei Auslandsreisen ist oft nur die erste Behandlung für den Patienten im Preis inbegriffen. Komplikationen und Nachwirklungen können zudem nach der Rückkehr vom deutschen Augenarzt nicht direkt behandelt werden.


Risiken einer Gesundheitsreise

Die Gesundheit hat einen hohen Stellenwert. Bei jedem Menschen. Umso verlockender sind die niedrigen Behandlungspreise im Ausland. Allerdings sollte man sich bei jeder medizinisch bedingten Reise bewusst sein, dass sie mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann und man abwägen sollte, ob sich ein günstigerer Eingriff tatsächlich lohnt. Deswegen sollte man vor der Reise folgende Punkte sorgfältig prüfen:

  1. Ist der Arzt vertrauenswürdig und seriös?
  2. Verfügt der Arzt über die notwendige Erfahrung für einen Eingriff?
  3. Arbeiten der Arzt und sein Praxispersonal auf einem qualitativ hochwertigen Niveau?
  4. In welcher Sprache kann ich mich mit dem Arzt verständigen?
  5. Finden sich zuverlässige Informationen und Erfahrungsberichte über den Arzt im Internet?
  6. Wie hoch sind die Endkosten? (inkl. Flug, übernachtung, Verpflegung, Behandlung, usw.)
  7. Welche anderen Veranstalter bieten ähnliche Angebote an?

Ein Punkt ist jetzt schon sicher, die Nachfrage nach gesundheitstouristischen Angeboten wird auch in Zukunft steigen und damit auch das Niveau. Risiken bestehen auch bei Ärzten im Inland. In Ländern wie Ungarn oder Tschechien sehen die ärzte diesen neuen Bereich als Chance auf eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Der niedrige Preis, bedeutet nicht zwangsläufig niedrigere Qualität.


Ein Artikel von Marko Orlovic. Politik affiner und reiselustiger Journalist. Immer mit einem Lächeln unterwegs.
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