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Der Holiday Extras-Blog bei TRAVELBOOK BlogStars

Als Britin in Deutschland

Kulturelle Unterschiede entdecken..

Britisches Mädchen in einem deutschen Büro

Katie arbeitet erst seit kurzem bei Holiday Extras. Wir freuen uns, dass sie heute für den Holiday Extras Blog ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudert — auf Englisch. Ihre Freundin Lasma Ernstreite hat übersetzt.

The British Girl in the German Office

It's a commonly known fact that the British and German cultures — while similar — are also worlds apart. In the office is no exception. There's certain things, that while unfamiliar, are understandable. For example, when you walk into the kitchen in a German office, you'll be greeted by a cocophony of voices cheerily wishing you "Mahlzeit". At first I thought to myself, why are they all saying "Meal" to me? However, after a while, you realise that to cheerily wish your colleagues, in other words, a good lunch is just something that you do, and it kind of makes sense.

Other aspects came as somewhat of a shock. Tea.

Tea makes the British office go round. Sitting in a meeting? Make sure there's tea there. Got a problem that you can't solve? Fetch a cup of tea first, and then you'll be ten times more likely to be able to find a solution. Got a colleague who is looking a bit under the weather? The obvious course of action is to simply go and make them a cup of tea.

It can of course, get complicated. In my last office, we had around eleven people in our team. That means, in other words, eleven different mugs that belong to specific people that need to be remembered. However, it doesn't stop there. One person likes it strong, the other extra strong, and the other just likes the teabag waved in the general direction of the water. How much milk do they like? Do they want one sugar, two, or maybe four? Welcome to the British tea round.

Tea Cup

When I first started in that particular role, I was busy. Not just a little busy, more like crazy busy. I was thrown in at the deep end and was managing a lot of projects at once. To be honest, I didn't drink any tea, I didn't have time to even think about my inbuilt British tea needs. I certainly didn't do the tea round.

One day, I got pulled into a smaller office by one of the senior management. I was naturally a little nervous. A million things were running through my head. What had I done wrong? The gentleman in question started to talk to me. He started discussing Maslow's hierarchy of needs (a psychological theory which explains human motivation). He continued for a good ten minutes. Where was this going? I started to get irritated, thinking of the mountains of work that was waiting for me at my desk.

"Richard, what are you getting at? What do you want from me?"

"Katie, I want you to make the tea."

Make the tea? That was it? So, from that day forward, I took my list, detailing who had which mug, how strong it should be, how much milk, and how many sugars, and took twenty minutes out of my day to deliver tea to each of my addicted colleagues.

In Germany, it's different. I arrive at the office in the morning, and the first thing I do is of course to make a cup of tea. I asked my colleagues a few times if they wanted one. It was met with a resounding "No". There was no tea round! Not only that, most of them preferred coffee. One colleague looked a little frustrated one day. I went up to her, what was I to do? I offered her a cup of tea. Shockingly, she didn't want one!

So there we have it: a German office functions without tea! And not only that, it's pretty efficient too. Maybe the Brits should consider giving up their tea habit and switch to coffee...

Tea Cup

Britisches Mädchen in einem deutschen Büro

Es ist kein Geheimnis, dass obwohl die britische und die deutsche Kultur gewisse Ähnlichkeiten besitzen, beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Die deutsche Bürokultur ist da keine Ausnahme. Es gibt einige Dinge, die obwohl sie mir unbekannt vorkommen, durchaus Sinn machen. So zum Beispiel folgende Situation: Wenn man in Deutschland eine Büroküche betritt, wird man von einem Chor fröhlicher Stimmen begrüßt, die einem "Mahlzeit" wünschen. Zuerst fragte ich mich, warum sagen die alle "Essen" zu mir? Aber nach einer Weile wurde mir klar, dass es hier normal ist, so den Kollegen höflich einen "Guten Appetit" bzw. einen "Guten Mittag" zu wünschen — und ich muss zugeben: Das macht natürlich Sinn.

Etwas anderes hat mich aber tatsächlich ziemlich schockiert.

Tee. Tee ist das A und O in einem britischen Büro. Sitzt man in einem Meeting? Tee sollte nicht fehlen. Gibt es ein Problem, das man nicht lösen kann? Die Chance, eine Lösung zu finden, steht viel besser, nachdem man sich einen Tee gemacht hat. Einer der Kollegen fühlt sich nicht gut? Meine logische Lösung ist, ihm eine Tasse Tee zu machen.

Aber es kann natürlich auch kompliziert werden.

In meinem vorigen Büro bestand unser Team aus ungefähr elf Kollegen. Was elf unterschiedliche Teetassen bedeutete und man musste diese Tassen jedem einzelnen Kollegen zuordnen können. Aber das ist noch nicht alles. Der eine Kollege trinkt gerne einen starken Tee, der andere einen sehr starken, während es für wieder jemand anderen einfach reicht den Teebeutel in Richtung Wasser zu halten. Wie viel Milch möchte man haben? Wie viel Zucker — einen Löffel, zwei? Vielleicht vier? Willkommen zu dem britischen Tee-Rundgang.

Als ich damals in diesem Büro anfing zu arbeiten, hatte ich alle Hände voll zu tun. Und ich meine nicht einfach nur viel zu arbeiten, sondern extrem viel zu arbeiten. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen und war mit vielen Projekten gleichzeitig beschäftigt. Ehrlich gesagt trank ich in dieser Zeit gar keinen Tee. Ich hatte einfach keine Zeit mehr auf mein angeborenes Bedürfnis nach Tee zu achten. Ich machte auch keinen Tee-Rundgang.
Irgendwann bat mich einer meiner Chefs in einen Besprechungsraum. Natürlich war ich ein wenig nervös. Millionen Gedanken liefen mir durch den Kopf. Was hatte ich bloß falsch gemacht? Er fing mit mir zu reden an. Das Thema war die Maslowsche Bedürfnishierarchie (eine psychologische Theorie, die die menschliche Motivation erklärt). Wir unterhielten uns zehn Minuten lang über nichts anderes. Was sollte das? Ich wurde immer genervter. Ich musste an den Haufen Arbeit denken, der auf meinem Tisch lag und auf mich wartete.

"Richard, was versuchst du mir zu sagen? Was willst du eigentlich von mir?"

"Katie, ich möchte, dass du Tee machst."

Tee machen? War das alles?

Noch an diesem Tag erstellte ich eine Liste mit Teeinformationen — wem gehört welche Tasse, wie stark soll der Tee sein, wie viel Milch und wie viel Zucker soll drin sein. Von nun an verbrachte ich 20 Minuten meines Tages damit meinen süchtigen Kollegen Tee zu bringen.

In Deutschland ist es anders. Wenn ich morgens im Büro ankomme, ist natürlich das erste, was ich mache, eine Tasse Tee. Ein paar Mal fragte ich auch meine Kollegen, ob sie wohl eine Tasse Tee wöllten. Alles, was ich als Antwort bekam war ein durchschlagendes Nein. Es gibt hier keinen Tee-Rundgang. Und nicht nur das: Die meisten meiner Kollegen trinken lieber Kaffee.

Eine Kollegin sah mal ziemlich frustriert aus. Ich ging zu ihr hin und das einzige, was mir einfiel — ich bat ihr eine Tasse Tee an. Was für eine Überraschung! Sie wollte keinen Tee!

Fazit: Ein deutsches Büro funktioniert auch ohne Tee! Es funktioniert sogar in schwierigen Situationen ziemlich gut und produktiv ohne Tee. Vielleicht sollten die Briten darüber nachdenken, ihre Teegewohnheiten aufzugeben und anfangen, Kaffee zu trinken...


Geschrieben von Katharine Steff, übersetzt von Lasma Ernstreite
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