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Schnee auf dem Kilimandscharo

Blogparade meinBergbuch

Kilimandscharo

Unser Lesetipp: Hemingways "Schnee auf dem Kilimandscharo"

Am 23. April war Welttag des Buches und wir wollen natürlich auch noch unseren Beitrag dazu leisten. Als wahre Leseratten nehmen wir am Gewinnspiel auf dem Blog Himmel die Berge teil und stellen Euch unser Lieblingsbuch zum Thema Berge vor. Die Wahl fiel auf Ernest Hemingways Kurzgeschichte "Schnee auf dem Kilimandscharo". Ihr erfahrt worum es geht und bekommt einige Hintergrundinfos. Schließlich verraten wir Euch, warum dieser Klassiker in unseren Augen so lesenswert ist.

Über "Schnee auf dem Kilimandscharo"

Kleiner Steckbrief:

Autor: Ernest Hemingway
Englischer Originaltitel der Kurzgeschichte: The Snows of Kilimanjaro
Zuerst erschienen: August 1936 im Magazin Esquire
Deutsche Übersetzung: Seit 1949
Verfügbare Ausgaben: Taschenbuch, gebunden, Hörbuch
Verfilmt: 1953 unter dem Titel "Schnee am Kilimandscharo"

Diese Kurzgeschichte trägt stark autobiografische Züge, spiegelt sie doch manche Lebenserfahrung Hemingways wieder. Sie handelt vom Schreiben, von Liebe, Verzweiflung, Sterblichkeit und Krieg. Sie kommt in der für den Meister der Kurzgeschichte typischen klaren Sprache daher und spielt in Ostafrika.

Wovon die Story eigentlich handelt

Der Schriftsteller Harry ist gemeinsam mit seiner Frau Helen auf Safari. Er hatte einen Jagdunfall und liegt im Sterben, weil er seine Knieverletzung nicht gleich ordnungsgemäß mit Jod behandelt hat. Der Wundbrand breitet sich aus. Harry fühlt den Tod nahen, während Helen dies nicht wahrhaben will. Sie sitzen seit einer Weile in der Wildnis fest und das Auto ist defekt. Rettung würde höchstens das Flugzeug bringen, das noch auf sich warten lässt.

Kilimandscharo

Helen kümmert sich rührend um ihren Mann, während dieser seiner Frustration freien Lauf lässt. In seinem Fieber denkt er an alte Zeiten zurück. Erlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg erwachen. Er sieht sich plötzlich mit den alten Kameraden am Balkan und in Norditalien an der Front wieder. Schöne Erinnerungen aus friedlicheren Zeiten wie den 20ern kommen zurück. Das Leben in Paris, die Ausflüge in die Alpen oder den Schwarzwald sind wieder präsent. Auch die Menschen in der amerikanischen Heimat ruft sich Harry wieder ins Gedächtnis. Aber warum hat er das alles nicht festgehalten, als er noch genug Zeit hatte? Jetzt läuft sie ihm davon und die Wunde läuft das Bein hinauf. Gerne hätte er über arme, interessante Menschen geschrieben. Stattdessen habe er es sich an der Seite einer reichen Witwe gemütlich gemacht, was er Helen auch vorwirft.

Zitat: "Liebe ist ‚n Misthaufen, und ich bin der Hahn der draufsteigt und kräht."

Ein hartes und ungerechtes Urteil wenn man bedenkt, wie sie sich in seinen letzten Tagen um ihn kümmert. Hat er sich schon selbst aufgegeben, glaubt sie weiterhin an sein Leben. Die gekränkte Helen hält dagegen, dass das unfair sei und sie immer gemacht habe, was er wollte.

Kurz vor seinem Tod hat Harry noch eine Vision. Das Flugzeug landet auf der provisorischen Piste, um ihn aufzunehmen. Seine einzige Hoffnung bleibt eine Beinamputation. Das Flugzeug dreht und nimmt Kurs auf den nahegelegenen Berg Kilimandscharo, dessen Gipfel verschneit sind. Der Weg seiner Reise führt ihn nach oben in die unendliche weiße Weite, wo er das Gerippe eines Leoparden findet. Was hatte das Tier so hoch oben zu suchen? Was gedenkt der Mensch in knapp 6.000 m Höhe zu finden? Bald darauf setzt Harrys tatsächlicher Tod ein und Helen bleibt allein zurück.

Das Besondere daran...

Die Geschichte zeigt, wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten. Die Wildnis und das Gebirge können ihnen Äußerstes abverlangen. Hinzu kommt die Krankheit, in deren Verlauf mit dem Lebenswerk abgerechnet wird. Stilistisch reicht die Kurzgeschichte von nüchterner Beschreibung und Betrachtung bis hin zur Erzählform. Dialoge und innere Gedankengänge vor allem in die Vergangenheit wechseln sich ab.

Eine Empfehlung für dieses Buch kann unbedingt ausgesprochen werden.


Ein Artikel von Aleksander Pakusevski Münchner Online Redakteur mit großem Interesse an politischen Zusammenängen.
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