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Neujahrstraditionen weltweit

Neujahr — Brauchtum und Tradition in anderen Ländern

Silvester weltweit Silvesterbraueche


Feuerwerk ist nicht die einzige Art das neue Jahr zu begrüßen...


1. China – Neues Jahr, neues Glück

© toa555 – fotolia.com

In China wird, anders als in vielen Ländern, der 31. Dezember nicht gefeiert. Das chinesische Neujahrsfest berechnet sich nach dem Mondkalender. Dadurch fällt es auf den Neumond zwischen dem 21. Januar und 21. Februar. Mit großem Feuerwerk und festlichen Umzügen feiern die Chinesen dann 15 Tage lang bis zum Laternenfest. Tradition ist es, vor Beginn des Neujahrfestes das Haus mit Bambuszweigen zu putzen. Es soll böse Geister vertreiben und alte Lasten im vergangenen Jahr lassen. Wichtig ist, dies vor dem Neujahrstag zu machen, da man sonst das Glück mit hinauskehrt. Am ersten Tag des chinesischen Neujahrs waschen sich die Chinesen auch nicht die Haare. Sie laufen sonst Gefahr, das Glück mit abzuwaschen. An Neujahr trägt man neue Kleidung, da dies einen neuen Anfang im neuen Jahr symbolisiert. Mit neuer roter Kleidung hat man doppelt Glück – die Farbe Rot steht für Glück. Unverheiratete werfen Mandarinen ins Meer. Diese Tradition verspricht das große Liebesglück.


2. Griechenland – Spielerisch zu mehr Glück

© Denis Junker – fotolia.com

In Griechenland ist es Tradition, dass Kinder am 31. Dezember gruppenweise von Haus zu Haus gehen. Sie tragen dabei die Neujahrs-Kalanta vor. Dabei überbringen sie dem Hausherrn die gute Nachricht von der Ankunft des neuen Jahres. Als Belohnung gibt es für die Kinder Geld und⁄oder Süßigkeiten. Oft werden ihnen "Kourampiedes" serviert. Dies ist ein mürbes Feiertagsgebäck. Die Erwachsenen zocken am Abend des 31. Dezember zu Hause oder im Kasino bei Karten- oder Würfelspielen. Wer gewinnt, soll das ganze Jahr Glück haben. Wer verliert, kann zumindest auf Glück in der Liebe hoffen. Griechisches Brauchtum ist auch das Anschneiden der Vasilópita (Basiliusbrot) um Mitternacht. Nachdem die Pita bekreuzigt ist, schneidet der Hausherr diese in dreieckige Stücke. Es wird jeweils ein Stück für Christus, die Mutter Gottes und den heiligen Vasilios beiseite gelegt. Danach bekommen alle Anwesenden ein Stück. In die Vasilópita backen die Griechen eine Münze ein. Wer in seinem Stück die Münze findet, gilt als Glückspilz im neuen Jahr. Bedeutungsvoll ist, wer nach Mitternacht als erstes das Haus betritt. Kommt ein Familienmitglied oder eine befreundete Person mit Geschenken durch die Tür, bedeutet das Glück. Unglück bringt dagegen ein Fremder ohne Mitbringsel. Eine weitere Tradition ist das Platzenlassen eines Granatapfels vor dem Haus. Das Glück soll sich wie die Kerne der Frucht überall ausbreiten. Anders als bei uns in Deutschland, bekommen die Kinder erst am 1. Januar Besuch vom "Al Vassilis". Das ist der griechische Weihnachtsmann.


3. Schottland – Shortbread, Haggis und Whisky

© uckyo – fotolia.com

Neues Jahr bedeutet bei den Schotten lange Feiern mit viel Whisky. Das Neujahrsfest heißt in Schottland "Hogmanay". Es ist eine Mischung aus dem heidnischen Fest zur Wintersonnenwende und dem Yulefest der Wikinger. Das Feiern fängt am Silvesterabend an und dauert oft bis in die Morgenstunden des 2. Januars. Tradition ist es, bei den Feiern "Black Bun" zu servieren. Dies ist ein überbackenes Früchtebrot. Auch "Haggis" gehören in Schottland mit dazu. Diese gefüllten Schafsmägen verspeisen die Schotten mit reichlich Whisky. Was in Amerika der Eierpunsch ("Eggnog") ist, ist in Schottland der "Hot Pint". Dieser besteht aus Starkbier, Eiern und – wer hätte das gedacht – Whisky. Pünktlich um Mitternacht stoßen die Schotten gemeinsam an, küssen sich und singen gemeinsam das alte keltische Lied "Auld Lang Syne". Wie in Griechenland bringt auch in Schottland die erste Person, die nach Mitternacht das Haus betritt, Glück oder Unglück mit. Oft gehen hier Männer mit Rosinenbrot, Whisky und einem Stück Kohle von Tür zu Tür. Klopft kurz nach Mitternacht ein solcher Mann an die Tür, muss man ihn hereinlassen. Denn das bedeutet Glück für's neue Jahr. Eine weitere Tradition ist das "first footing". Dunkelhaarige Männer versuchen um Mitternacht so schnell wie möglich nach dem letzten Glockenschlag durch ihre Haustüre zu gehen. Je schneller sie den ersten Schritt des neuen Jahres in die Wohnung setzen, desto mehr Glück bringt dies mit sich. Blonde Männer sind von diesem Brauchtum jedoch ausgeschlossen. Dies geht auf die Wikingerzeit zurück. Denn die Wikinger waren blond und brachten stets Ärger mit.


4. Russland – Mit dem richtigen Essen zu mehr Glück

© petrrgoskov – fotolia.com

Die Russen feiern Neujahr gleich zweimal. Grund dafür sind zwei in Russland verbreitete Kalender. Nach dem gregorianischen Kalender feiern die Russen in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar. Dieser Kalender ist auch bei uns in Europa gültig. Der julianische Kalender findet im orthodoxen Russland Anwendung. Hier läutet die Nacht vom 12. auf den 13. Januar ein neues Jahr ein. Eine weitere Besonderheit ist, dass man gleich 11 Mal auf das neue Jahr anstößt. Denn in Russland gibt es 11 verschiedene Zeitzonen. Anders als in Europa, feiern die Russen Silvester zeitlich vor Weihnachten. So tanzt die Familie an Silvester um den Weihnachtsbaum. Kinder sind oft als Schneeflocke oder Häschen verkleidet. Sie tragen Gedichte vor, singen und rufen nach Väterchen Frost. Dieser ist unserem Nikolaus ähnlich und bringt an Neujahr die Geschenke. Im Mittelpunkt des russischen Jahreswechsel steht das Essen. Borschtsch und Kutya stehen für Hoffnung. Letzteres ist ein porridgeähnliches Gericht aus Weizen- und anderen Getreidekörnern. Wer im neuen Jahr mehr Freude und Erfolg will, setzt beim Essen auf Honig und Mohn. Eine große Tradition haben auch die "Pelmeni". Dies sind Teigtaschen, auf deren Füllung es ankommt. Wer eine Münze findet, dem sei Wohlstand garantiert. Wer ein Püppchen in seinem Pelmeni findet, dem steht Nachwuchs ins Haus. Ist die Teigtasche nur mit Hackfleisch gefüllt, hat dies keinerlei Bedeutung. Kurz vor Mitternacht schreibt man seinen sehnlichsten Wunsch auf ein Stück Papier und zündet dieses an. Die Asche gibt man dann in ein Glas Champagner. Ist das Glas bis Punkt Mitternacht ausgetrunken, geht der Wunsch in Erfüllung.


5. Spanien – Trauben sind des Glückes Schmied

© Kiko Jimenez – fotolia.com

An Silvester essen und trinken die Spanier meist im Familienkreis. Auf den Tisch kommen Meeresfrüchte, Schinken und Rinderfilet. Dazu trinkt man guten Wein. Neues Jahr ohne Trauben ist in Spanien unmöglich. An Silvester essen die Spanier um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Weintraube. Maßgebend sind die Glockenschläge der Rathausuhr in Madrid. Sind beim 12. Glockenschlag noch nicht alle Trauben verspeist, droht einem Unglück im neuen Jahr. Da es dabei Erstickungstode gab, dauern die Glockenschläge der Madrider Rathausuhr jeweils 3 Sekunden. So ist insgesamt 36 Sekunden lang Zeit, die 12 Trauben zu essen. Die spanischen Supermärkte bieten kurz vor Neujahr extra Döschen mit 12 abgezählten Trauben an. Für Leute mit sensiblen Magen gibt es die Trauben sogar entkernt oder gehäutet. In Spanien gibt es noch andere Silvesterbräuche. Um Mitternacht trinkt man ein Glas Sekt, in dem ein goldener Ring liegt. Damit will man das Glück positiv stimmen. Frauen tragen an Silvester und an Neujahr rote Unterwäsche. Dies verheißt viel Leidenschaft im neuen Jahr. Noch besser ist es, rote Dessous geschenkt zu bekommen. Dieser Brauch verspricht dann feurige Leidenschaft und große Liebe im neuen Jahr.


6. Philippinen – Der Jahreswechsel läuft rund

© Heino Pattschull – fotolia.com

Neues Jahr auf den Philippinen heißt, alles muss rund sein. Während des Jahreswechsels soll ein Korb mit 12 verschiedenen runden Früchten auf einem runden Tisch stehen. Diese Tradition soll Glück und Gesundheit bringen. Jede Frucht steht für einen Monat. Die Philippiner schenken sich runde Münzen. Das Tragen von gepunkteter Kleidung ist ein Muss. Aber es gibt noch andere Silvesterbräuche. An die Tür kommt ein Strang Weintrauben. Dieser bleibt bis zum nächsten Silvester hängen und soll Glück bringen. Vor allem Kinder springen an Silvester möglichst oft in die Luft. Das soll das Wachstum anregen. Auf Fensterbänke und in alle Hosen- und Jackentaschen legen die Philippiner Münzen. Dies soll Wohlstand im kommenden Jahr garantieren. Eine unheimliche Tradition ist, dass man am ersten Tag des Jahres keine Wäsche waschen darf. Macht es ein Philippiner dennoch, wird laut Aberglauben ein Haushaltsmitglied im neuen Jahr den Tod finden. Dann ist man am Neujahrstag lieber faul. Das große Silvesteressen gibt es auf den Philippinen erst nach Mitternacht. Es ist Brauch, viel zu essen, damit es auch im neuen Jahr immer genug zu essen gibt. Dabei dürfen vor allem zwei Gerichte nicht fehlen. "Pancit" sind lange Nudeln und stehen für ein langes Leben. "Biko" ist eine Nachspeise aus klebrigem Reis. Dadurch soll das Glück an einem "kleben" bleiben.


7. Bulgarien – Mit Schlägen Neujahr begrüßen

© djumandji – fotolia.com

Die Bulgaren beginnen das neue Jahr mit Schlägen. Ein Ast des Kornelkirschbaums wird bunt geschmückt. Dieser heißt "Surwatschka". In der Silvesternacht und am Neujahrstag gehen die Kinder von Haus zu Haus. Mit der "Surwatschka" schlagen sie den Hausbewohnern auf den Rücken. Dies soll Gesundheit und Reichtum bringen. An Neujahr verkleiden sich Männer als Ungeheuer, so genannte "Kukeri". Sie tanzen in großen Gruppen und vertreiben dadurch böse Geister und schrecken Vampire ab. Durch dieses Brauchtum wollen sich die Bulgaren im neuen Jahr reiche Ernte und Wohlergehen sichern.


8. Österreich – Mit Tanz in ein neues Jahr

© Wolfilser – fotolia.com

Tradition ist es, einen Glücksbringer auf eine Silvesterparty mitzubringen. Dieser kann eine Schornsteinfeger-Figur oder ein Glücksschweinchen aus Marzipan sein. Der Austausch der kleinen Figuren ist fester Bestandteil des Rituals. Die Österreicher gießen an Silvester Blei. Dabei erhitzen sie dieses auf einem Löffel über einer Kerzenflamme. Ist das Blei flüssig, schütten sie es mit einer einzigen Handbewegung in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Das erkaltende Blei bildet dabei eine Figur. Anhand dieser lassen sich zukünftige Ereignisse im neuen Jahr ablesen. Ein besonderer Brauch ist der Tanz ins neue Jahr. Dabei tanzen die Österreicher um Punkt Mitternacht einen Walzer. In den größeren Städten versammeln sich alle vor dem Dom oder dem Rathaus und tanzen gemeinsam zu den Klängen des Walzers. Das Tanzen steht für Glück und Fröhlichkeit im neuen Jahr.


9. Brasilien – Im Mittelpunkt steht das Wasser

© womue – fotolia.com

Die Brasilianer feiern Silvester am Strand. Kein Wunder, herrschen dort doch traumhafte Temperaturen. Traditionell feiern sie den Jahreswechsel in Weiß. Die weiße Kleidung symbolisiert Glück und Frieden. Aber nicht nur die Kleidung ist wichtig, sondern auch was man darunter trägt. Weiße Unterwäsche soll ein harmonisches Jahr bringen, rote die große Liebe. Und wer sich einen Geldsegen wünscht, der trägt gelbe Wäsche. Nicht nur bei der Unterwäsche spielen die Farben eine Rolle. Am Strand stecken die Brasilianer bunte Kerzen in den Sand. Weiße Kerzen stehen für Frieden. Gelbe sorgen für Geldsegen. Und rote für Glück in der Liebe. An Silvester feiern die Einwohner nicht nur ein neues Jahr, sie gedenken auch der Meeresgöttin "Yemanjá". Um Mitternacht werfen sie Blumen und kleine Schiffchen beladen mit Süßigkeiten und Kerzen ins Meer. Damit ehren sie die Göttin des Meeres. Sie soll die Wünsche im neuen Jahr erfüllen. Das Ritual stärkt zudem die Beziehungen und sorgt für Fruchtbarkeit. An vielen Strandpromenaden werden dafür extra Blumen und Kerzen verkauft. Neben dieser Tradition gibt es noch andere Silvesterbräuche in Brasilien. Wer um Mitternacht am Strand über sieben kleine Wellen springt, darf sich etwas für das neue Jahr wünschen. Das Springen ist auch bei einem anderen Brauch von Bedeutung. Man springt dreimal mit einem vollen Sektglas in der Hand. Dabei versucht man keinen Tropfen zu verschütten. Schafft man dies, kommen alle schlechten Dinge der Vergangenheit im neuen Jahr nicht wieder. Zum Essen gibt es "fejoada". Das ist ein traditioneller Bohneneintopf, der gut für die Finanzen sein soll. Wichtig ist die Wahl des Fleisches. Schweinefleisch sollte als Hauptspeise serviert werden, jedoch erst nach 12 Uhr. Da Schweine sich nach vorne wühlen, bringen sie gute Energie für's neue Jahr. Geflügel vermeidet man. Truthähne und Hühner scharren nach hinten. Dadurch bringen sie die Probleme des alten Jahres ins neue Jahr.


10. Polen – Lass das Glück zum Fenster herein

© Anna Omelchenko – fotolia.com

Silvester feiern die Polen nicht so groß und ausgiebig wie Weihnachten. Dennoch gibt es ein paar Silvesterbräuche. Am 31. Dezember putzen die Polen auf keinen Fall die Wohnung. Denn damit verscheuchen sie das Glück. Um Mitternacht öffnen sie alle Türen und Fenster. Damit lassen sie die guten Geister ins Haus. Um das neue Jahr zu begrüßen, ziehen die Polen um Punkt Mitternacht alle Uhren auf. Wer im neuen Jahr einen vollen Geldbeutel will, muss an Silvester einen gut gefüllten Kühlschrank haben. Und auch für Single-Frauen gibt es die ein oder andere Tradition: Zum Jahreswechsel streuen sie sich Mohn in ihren Schuh. Die Anzahl der Mohnkörner steht für die Zahl der künftigen Verehrer. Wer in Polen auf einer Party ist, verfolgt die Gespräche der Gäste nach Mitternacht aufmerksam. Der erste männliche Name, der in den Gesprächen fällt, soll der zukünftige Ehemann sein. So wissen sie zumindest schon den Vornamen.


Ein Artikel von Kathrin Bendner. Alpenpanorama und Wandertouren lassen ihr Herz höher schlagen.
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