Das richtige Angebot — in München oder Köln

Informieren Sie sich über unsere Hotels und Parkplätze am Flughafen

Newsletter

Jetzt zum Newsletter anmelden

Abonnieren Sie jetzt den exklusiven Holiday Extras Newsletter und verpassen Sie keine Rabatte & Aktionen mehr!

Anmelden

Mehr von Holiday Extras

Holiday Extras auf Facebook   Google+   Twitter   YouTube Channel   Urlaubsblog   Instagram   Pinterest  

Kategorien

Like uns

Der Holiday Extras-Blog bei TRAVELBOOK BlogStars

Rathhaus Muenchen


Heute beteilige ich mich mit Vergnügen an der aktuellen Blogparade vom LandLebenBlog zum Thema "Zugezogen". Ich persönlich bin vor knapp zwei Jahren (zur Wiesnzeit) von Köln nach München gezogen und fühlte mich direkt angesprochen, auch mit den Fingern in die Tasten zu hauen. Man hat sich ja doch so einiges von der Seele zu reden!!!


Die Initiatorin des Blogparaden-Themas "Zugezogen" interessiert vor allem der Umzug aus der Großstadt auf's Land. Perfekt, dachte ich mir. Das passt! Für mich ist der Umzug aus der Megalopolis Köln nach München genau das. Ich lebe nun in einem großen Dorf namens München, in dem jeder jeden kennt und in dem jeder Fremde vom Einheimischen erst einmal mürrisch durchleuchtet wird. Wo Menschen das ganze Jahr über im Karnevalskostüm (die nennen das hier "Tracht", aber psst...) herumlaufen und den ganzen Tag aus Eimern Bier trinken. Die haben hier sogar eine eigene Partei, wo jeder Mitglied ist und der Dorfälteste, der Horst, das Sagen hat.

Koelner Dom

Aber jetzt, Schluss mit der Alberei! Ich liebe München. Man muss den Bayern nur verstehen können. Er hat halt gewisse Erwartungen an uns Zugezogene! Wobei ich auch zugeben muss, dass es am Anfang ziemlich schwer war einen echtes Münchner Kindl in der bayerischen Hochburg zu finden. Aber es gibt sie und ein Rat an jeden Zugezogenen: Redet mit ihnen! Traut Euch! Sie sind sehr umgänglich und haben eine ähnliche Frohnatur wie der Kölner — nur anders. Vielleicht manchmal etwas dünkelhaft, aber nett.


Am besten zähle ich Euch einfach ein paar signifikante Punkte über mein Leben in München auf. Es folgt: So eine Art Gebrauchsanweisung, wie man sich als Fremder in München gut anpassen kann.


1. Habt keine Hemmung davor, eine Lederhose anzuziehen!

Jeder Münchner, nein, jeder Bayer liebt sein Kostüm ähmmm, seine Tracht. Er zieht sie an, wenn es kalt, warm, nass, trocken, stürmisch, schwül, luftig, heiß, sonnig, bewölkt, nebelig ist's, also ständig. Er liebt es überall als Bayer erkannt zu werden. Für die Kölner ist es vielleicht etwas einfacher zu verstehen! Denkt Euch einfach, dass jeden Tag Rosenmontag ist und Ihr Euch als Bayer verkleidet! Und man muss auch nicht immer eine Lederhose tragen. Eine Trachtenweste, ein Trachtenhemd oder -pullover kann man auch gut in sein Alltagsoutfit hinein-stylen.

2. Die Tracht sollte Euch nicht davor bewahren mit dem Fakt, dass Ihr ein "Zuagroaster" seid, hausieren zu gehen.

So habe ich es auch gemacht! Zeigt dem Münchner, dass Ihr seine Kultur respektiert und Euch hier wohlfühlt. Denn auch er darf nicht vergessen, dass die meisten Künstler, Architekten und Gelehrten, die diese Stadt geprägt haben, oft "Zuagroaste" waren. Zudem sind etwa ein Drittel aller Einwohner gar nicht in der Stadt geboren, sondern irgendwann mal mit dem Flugzeug oder dem Auto eingereist. Ihr seid also nicht alleine!

3. Mir hat mal jemand gesagt: Du bist erst ein Münchner, wenn du das Glockenspiel am Marienplatz ignorierst.

Und es stimmt! Mittlerweile laufe ich tatsächlich an der Menschenmasse vorbei, die am Marienplatz den Glocken des Rathauses lauscht und suche Schleichwege über Parkplätze und kleine Gassen. Unterwegs trefft Ihr sogar ab und zu ein echtes Münchner Kindl.

4. Man kann immer etwas Neues dazulernen, auch was die Sprache betrifft! Benutzt die Wörter der Münchner, wie zum Beispiel: Semmeln statt Brötchen, Tram statt Straßenbahn.

5. München ist tatsächlich ein Dorf!

Kurz nach meinem Umzug hielt ich dieses Münchner Phänomen, das man überall Bekannte trifft, noch für ein Gerücht. Aber auch dieses Vorurteil kann ich heute nur bestätigen. Egal ob im Englischen Garten, in der Kaufingerstraße, im Club oder am Stachus, anonym ist man in München schon nach zwei Jahren nicht mehr! Und das finde ich ehrlich gesagt toll, denn das gibt mir das Gefühl angekommen zu sein.

6. Zum Schluß ein paar Worte zu meinem persönlichem Münchner Moby Dick: Die größte Umstellung war es, Bier aus einem fünf mal so großen Glas zu trinken.

In Köln trinkt man nämlich aus 0,2 Liter-Gläsern. Schön frisch und immer eisgekühlt. Mein Tipp: Auch wenn Euch Euer heimischen Bier besser schmeckt, versucht neutral zu bleiben und esst viele salzige Brezeln. Vor allem zur Wiesnzeit! Denn Salz macht "durschtig". Noch ein Tipp: Lasst den "Noagerl" im Glas stehen. So nennt der Münchner das letzte Schlückchen im Maß.


Ein Artikel von Marko Orlovic. Politik affiner und reiselustiger Journalist. Immer mit einem Lächeln unterwegs.
comments powered by Disqus